Ich bin vorhin auf ein 20min Artikel gestossen, über den ich gerne mal meinen Senf dazugeben würde.

Schweiz die Twitter abstinenzler
(Link zum 20min Beitrag)
Mir sind dabei 2 Abschnitte besonders ins Auge gesprungen und zwar den 1.

Branchenkenner schätzen aber, dass Twitter heute zwischen einer halben Million und 700’000 User in der Schweiz hat. Ein grosser Teil davon sind allerdings nicht Einzelpersonen, sondern Unternehmen oder Organisationen, die den Kurznachrichtendienst für Marketingzwecke nutzen.
Der Schweizer IT-Marktbeobachter Robert Weiss bestätigt diesen Eindruck. «Auf dem Land ist das Vereinsleben noch deutlich wichtiger und die Bewohner haben andere Kommunikationsbedürfnisse», erklärt der Zürcher. «Man trifft sich eher im realen Leben und tauscht sich weniger über Social Media aus.»
Ein weiterer Grund für die Twitter-Abstinenz von Herr und Frau Schweizer könnte die demographische Entwicklung sein. Der Anteil an Senioren an der Bevölkerung nimmt ständig zu. «Ältere Menschen haben meistens mehr Hemmungen, ihre Privatsphäre mit der Öffentlichkeit zu teilen», sagt Weiss. Sie liessen sich schneller von Meldungen über Hacker, Sicherheitslecks und die negativen Konsequenzen von Social Media verunsichern.
Ausserdem sind Internetnutzer ab 55 Jahren erst vor kurzem auf Facebook gestossen. Es ist also gut möglich, dass die sogenannten Silver Surfer Twitter erst noch für sich entdecken müssen und in einem oder zwei Jahren die Nutzerzahl ansteigen lassen.

Also dieser Abschnitt ist ja echter Käse. Wenn ein Unternehmen Twitter nur als Marketinginstrument sieht, dann hat er Twitter nicht verstanden oder wurde falsch geschult. Das Ganze erinnert mich an eine Mitarbeiterin einer dieser Social Media Schulen in der Schweiz – die voller Inbrunst mal sagte „Dass man auf Twitter nicht diskutieren tut, sondern ein Satz mit einem Link postet“. Genau das und noch anderer Quark wird nämlich an diesen Social Media Schulen in der Schweiz gelehrt. Da muss man sich dann nicht wundern, wenn jemand behauptet Twitter sei nur ein Marketing instrument. Und warum die Hemmung vor der Öffentlickeit ein Grund gegen Twitter aber für Facebook sein kann – das wissen wohl nur die Götter oder dieser IT-Marktbeobachter…

Ein sehr interessanter Satz hat der @ingogaechter gesagt:

«Twitter ist im Gegensatz zu Facebook ein Informationskanal und baut weniger auf persönliche Emotionen und Bilder. Es ist vor allem für Jugendliche spannender, Lebensgeschichten auf Facebook zu erleben und zu teilen, als Informationen in 140 Zeichen auf Twitter bekannt zu geben»,

Nun wie man jemand zu Twitter befragen kann der fast nicht auf Twitter diskutiert dazu noch selten twittert und wenn doch mal dann nur ein Link und ein Kommentar postet, dass weiss ebenfalls nur diese Journalistin. Aber der @ingogaechter ist hier nicht schuld – immerhin hat er jetzt gratis PR bekommen – Glückwunsch dazu 🙂

Hingegen bin ich nicht einverstanden, dass man auf Twitter weniger Emotionen aufbauen kann und weniger Bilder bringt. Ein gutes Beispiel ist die #Selfieweek die wir in dieser Woche gefahren haben, oder die #Twory der @Monah und und und. Twitter ist nämlich mehr als nur ein Platz des Monolog sondern ein Dialog. Jemand der sich nicht einbringt auf Twitter, wird natürlich sich auch nicht in der Masse bewegen sondern nur Leute anziehen die ebenfalls schweigen. Wer Content produziert wird auch mit Inhalt belohnt – das ist überall in den Social Media Kanäle so. Darum muss ich auch bei diesem 2. Textabschnitt wirklich wiedersprechen. Man kann nämlich auch eine Diskussion über mehr als nur 140 Zeichen führen, Spass haben, News austauschen, Freunde finden – und zwar egal wo man wohnt in Zürich oder im hintersten Weiler des Kanton Appenzell Innerrhodens.

Es ist aber sehr interessant, wie Journalisten es immer wieder schaffen aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Es ist ja seit längerem IN auf Twitter-Bashing zu betreiben und wie ich ja vor Jahren schon mal festgestellt habe, ist Journalismus heute nichts weiteres als Klick-betteln und nicht guten Conten liefern

Fazit:

Wie auch immer, wegen diesem Artikel habe ich auf Facebook wie auch auf Twitter und auf Google+ bereits sehr interessante Diskussionen führen können. Also ich tat etwas, was eigentlich nicht sein darf 🙂 Und so habe nämlich dieses Vorurteil bereits widerlegt !





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