Heute möchte ich euch mal zeigen, wie man PR macht, wenn man kein Geld hat. Und zwar hat Spreadshirt gerade eine gute Vorlage geliefert.

Ihr alle habt sicher schon von PEGIDA gehört – ausgeschrieben heisst das „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Das ist eine Gruppierung in vielen Städten und Länder in Europa, die jede Woche ihr demokratisch verbrieftes Recht wahrnehmen und auf die Strasse gehen. Dabei demonstrieren sie gegen einen angeblichen Misstand. Nun man kann von dieser nicht aggressiv auftretenden und nicht randalierenden Gruppierung halten was man will – sie ist weder kriminell noch tut sie was verbotenes – sondern sie lebt nur die Demokratie, aus zu der freie Meinungsäusserung gehört wie auch das Recht zu demonstrieren.

Nun wollte eine junge Frau ein „I Love PEGIDA“ Shirt bei Spreadshirt drucken lassen und das wurde ihr verweigert. Sie hat dann die Absage von Spreadshirt auf Facebook geteilt. Spreadshirt schrieb zu ihrer Ablehnung

Das, was PEGIDA vertritt, gilt in unseren Augen nicht als Meinung, sondern als rassistische, diskriminierende und menschenverachtende Äusserung. Wir haben uns aus ethischen Gründen darum entschieden, den Namen dieser lächerlichen Vereinigung nicht zu drucken. Ich hoffe, du erkennst irgendwann, dass du zusammen mit Nazis auf die Strasse gehst….

So macht man billig PR - Beispiel Spreadshirt

Natürlich ging diese Absage dann viral um die Welt. Die Anti-PEGIDA Anhänger haben sich krumm gelacht – die PEGIDA Anhänger finden es daneben.

Auf alle Fälle der Sieger heisst Spreadshirt

Ich selbst habe von Anfang an das Gefühl dass dies nur wieder ein genialer PR Schachzug der Firma Spreadshirt ist. Ich weiss ja, dass sie sehr aktiv in den Social Media Kanäle sind – da trau ich ihr auch so ein PR Stunt zu.

Warum ich das Glaube? Nun die Begründung von Spreadshirt warum sie das Shirt nicht drucken wollen ist nämlich mehr als dünn.

So sagten sie, dass sie den Namen der Vereinigung nicht drucken wollen – aber sie tun es bei anderen auch.

So macht man billig PR - Beispiel Spreadshirt

Also ist es wohl nicht der Name der Spreadshirt angeblich stört, sondern was anderes. Da PEGIDA von keinem Gericht als illegale Vereinigung oder kriminelle Vereinigung eingestuft wurde – ist es also eine normale legale Gruppierung.

Also hat Spreadshirt sich hier bewusst für diesen Schritt entschieden und genau diesen Auftrag willkürlich abgelehnt.

Immerhin drucken sie selbst ANTIFA Shirts – und wir alle wissen wieviel Millionen von € und CHF an Schäden sie bei ihren Saubannerzüge am 1. Mai und andere Chaotentage anrichten. Aber auch diese Gruppierung wird gedruckt.

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Auch mit dem Kommunismus der Millionen von Tote versacht hat und auch einem Massenmörder wie Che Guevara haben sie keine Probleme und machen damit Geld.

So macht man billig PR - Beispiel Spreadshirt

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Auch mit einem anderen Massenmörder mit dem Name Mao Zedong der ebenfalls für den Tod von vielen Menschen verantwortlich ist macht Spreadshirt Geld

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Dagegen ist die Werbung für die Cyberterroristen Anonymous direkt nichts

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und selbst Allahu Akbar also Allah ist der Grösste – der Spruch den die Köpfeabschneider und Selbstmordterroristen der Islamisten vor ihrer Tat so gerne brüllen ist gerne gesehen

So macht man billig PR - Beispiel Spreadshirt

Fazit:

Also wie ich jetzt so schön darlegen konnte, die Begründung von Spreadshirt warum sie keine PEGIDA Shirts drucken wollen – Zitat „rassistische, diskriminierende und menschenverachtende Äusserung“ ist sehr dünn. Spreadshirt nimmt das nämlich überhaupt nicht ernst und macht jetzt auf kosten einer legalen und harmlosen Vereinigung dicke PR.

Spreadshirt hat es sehr intelligent angestellt. Sie hat sich mit PEGIDA eine Gruppierung ausgesucht, die seit Monaten immer wieder von Journalisten beschimpft wird, die aber trotzdem absolut harmlos und gewaltfrei ist. Stellt euch vor, sie würde ANTIFA so behandeln oder Islamisten – dann würden die Angestellten von Spreadshirt sicher gefährlich leben und auch die Hütte von Spreadshirt sicher bald abgefackelt werden.

Hier habe ich nun eine Anleitung zusammen gestellt, wie man billig PR machen kann
Anleitung: So macht man billig PR

  1. Such dir eine harmlose Gruppierung aus, die aber Medial sehr gerne ausgeschlachtet wird und unter Beschuss steht.
  2. Erfinde eine haarsträubende Geschichte
  3. Setz sie um
  4. Informier die Medien
  5. Geniesse den PR Erfolg




4 thoughts on “So macht man billig PR – Beispiel Spreadshirt

  1. Die PR wurde doch nicht von Spreadshirt gemacht. Sie entwickelte sich höchstens aus dem Posting der facebook-Userin, die die Mailantwort, die ursprünglich an sie gerichtet war, veröffentlicht hat.

    Und eine Absicht, daß diese Antwortmail deratige Kreise zieht, lässt sich nicht erkennen.

    Hinsichtlich der „ethischen“ Einwände von spreadshirt wäre es mal interessant, zu wissen, wo dieser Passus in deren AGB verankert ist? Denn die sind meiner Meinung nach das Maß der Dinge, und ich habe dazu nichts gefunden.

    1. naja es gibt firmen die machen fakeprofile um gebau solche aktionen durchzuführen. darum ists für mich immer noch nicht ausgeschlossen, dass so eine aktion geplant sein könnte.

      übrigens in den agb von spreadshirt steht nur „Druckmotiv Rechte Dritter oder gesetzliche Vorschriften verletzt werden. “ und sie diese dann ablehnen können. damit wäre es sogar gegen ihre eigenen AGB gewesen, so ein auftrag abzulehnen. immerhin ist pegdia nicht verboten 🙂

  2. Ihre These zur medialen Verwertung einer Kundenreaktion ist nicht wirklich stabil.
    Sie stützt sich lediglich darauf, dass die besagte Firma eine Bestellung, in Ihren Augen vorsetzlich aussortiert hat um einen Hype in den sozialen Medien zu entfachen.
    Zudem ist es nicht wirklich annehmbar, dass sich dies ein Mitarbeiter (es gibt ja nie „die Firma“ als Entscheider) des Marketings ausgedacht hat und abteilungsübergreifend diese Idee dann auch noch für gut und durchführbar befunden wurde.

    Ganz im Gegenzug möchte man meinen, dass dieser Blogartikel ebenfalls auf der PR Welle mitschwimmen möchte 😉

    1. hallo karl,

      nun jeder blogbeitrag will doch gelesen werden – darum ja ist jeder blogbeitrag also auch teil von pr 🙂 da hast du richtig erkannt. sonst wäre das bloggen sinnlos ohne leser.

      wie ich schon bei dem anderen kommentar sagte, es gibt genügend firmen die sich gefakte bewertungen, kommentare kaufen wie auch twitter follower, abonennten auf youtube usw. das ist ein grauer bereich der sehr stark am wachsen ist. warum sollte es also nicht eine firma geben, die genau solche „empörungswellen“ verursachen kann? heute ist alles möglich.

      obwohl langsam hat sich ja der wind gedreht für spreadshirt – zuerst waren viele voller applaus und jetzt da feministinnen aufgesprungen sind, sind viele böse auf spreadshirt.. das war also eher ungeplant – obwohl – jede pr egal gute oder schlechte ist gut für das unternehmen….

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