Wenn ich mir so einen klassischen Journalisten vorstelle, dann denke ich da ein rauchverseuchte Räume und der Journalist am Telefon, nächtelang mit der Kamera im Auto wartend, immer auf der Suche nach den neuen Top Stories. Aber ich glaube dieses Bild in meinem Kopf ist nur ein Klischee aus Hollywood.

Wie fast jeden Abend mach ich einen kleinen Abendspaziergang der mich auch durch die Innenstadt und den Bahnhof führt. Diese Zeit ist mir heilig, denn da kann ich mein Kopf auslüften und mich vom Stress des Tages erholen.

Am Montag Abend beobachtete ich wie 2 Männer ziemlich laut auf einander losbrüllten und dazwischen stand etwas verloren ein Teenager Bueb. Da brüllten die Männer was von Ehre – Polizei – KESB – Anzeige und wurden dabei immer lauter. Irgendwann hat einer der Männer dann genug und hat sich vom Bueb verabschiedet, was ihm offensichtlich gar nicht gefallen hat. Der Bub lief dann dem 2. immer noch lauten Mann hinterher und zwar sehr sehr widerwillig und schaute dabei immer wieder zum anderen Mann zurück der langsam sich in die andere Richtung entfernte.

Ich konnte die Szene beobachten und dachte mir noch, dass es nicht mehr lange geht und der Bub rennt davon – was dann kurz vorm Bahnhof auch passierte. Der Mann brüllte was von „jetzt isch eifach fertig mit spiele“ und schaute in die andere Richtung und schon rannte der Bub weg – und als der Mann das sah brüllte er auf und rannte hinter ihm her… und weg waren alle 3.

Da ich die ganze Szene ein wenig komisch fand, habe ich mir dann die Zeit genommen und einen Tweet abgeschickt.

Am anderen Morgen hat dann selbst die Polizei geantwortet

und ich auch

Soweit so gut. Gestern habe ich dann in meinem privaten Facebook Account (ja ich habe 2 – aber nicht weitersagen) eine Nachricht von einer 20min Reporterin gefunden:

20min-journalistin-stories-fischen

Fazit

Also liebe LeserInnen – was lernt man daraus? Genau das 1. die Journalisten auf Twitter nach Stories fischen gehen und 2. wenn man nicht aufpasst was man sagt – man irgendwann in der Zeitung kommt. Gott sei dank habe ich das ja nicht nötig – ich bin ja sonst schon immer wieder mit meinen Tweets in der Zeitung wie vor ein paar Tagen im Blick (Wenn Hashtags gekapert werden – Beispiel SBB Service Scouts Kampagne)

Wir leben einfach in einer lustigen Welt.





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