Man kann in der Zeitung immer wieder von Polizeieinsätze lesen, wo sie gerufen worden sind, weil ein Ehestreit ausgeartet ist. Ich dachte nicht, dass ich jemals Zeuge von so einem Streit werde.

Heute habe ich am Mittag zuerst ein leises und dann ein immer lauter werdendes Geschrei im Hausgang gehört. Zuerst dachte ich „jaja die kühlen sich schon wieder ab – harmloser Ehestreit“ aber nachdem das 15min so weiter ging und es immer lauter wurde und um „Hilfe gebrüllt worden ist“ – bin ich mal rausgegangen und bin dazwischen gegangen. Sie beide wollten dann, dass ich die Polizei rufe – und das habe ich dann natürlich auch gemacht…

Seitdem es vor fast 3 Jahren im Haus gebrannt hat, weiss ich die Notfallnummern Gott sei Dank auswendig. Also habe ich die Nummer 117 angerufen und erwartet, dass gleich jemand abnimmt – aber es hat geklingelt und geklingelt… Ich habe es dann 3-4 Min klingeln lassen und niemand hat abgenommen.

Da dachte ich schon mein Prepaid Natel hätte zu wenig Guthaben und so habe ich mich kurz ins VoiP eingeloggt und wieder 117 gewählt – und wieder kam nach 4min immer noch nichts. Da wurde ich ein wenig nervös – wurden doch die streitenden Nachbarn wieder lauter… Also habe ich kurz bei der Nachbarin geklingelt und sie gebeten die Polizei anzurufen – ein paar Min später kam die Nachbarin und sagte ebenfalls – dass es wohl läutet aber niemand abnimmt.

Also total haben wir 2 zusammen sicher mehr als 12 Min läuten lassen…

Also wurde ich langsam sauer und habe der 144 angerufen (hab mal gelesen, dass Notfallzentrale in St.Gallen alles umfasst Polizei / Feuerwehr / Sanität)

Zuerst habe ich mir dann von der nette Frau in der Notfallleitung einen Rüffel anhören müssen!! (dass es total daneben ist, wenn ich hier anrufe. ich soll die 117 wählen und warten bis dann mal jemand abnimmt – aber der Rüffel ging mir am – äxgüsi – Füdli vorbei) Aber sie hat mich dann doch intern weiterverbunden und so bin ich knapp 30sek später bei der Polizei gelandet…

Ich will jetzt gar nicht darauf eingehen – das wir fast 20 min!! nachher noch auf die Polizisten warten mussten – dafür waren danach 2 Autos und 4 Polizisten/innen da…

Liebe Stadtpolizei Polizei St.Gallen ist das Normal?

Nun meine Frage – warum nimmt ihr das Telefon nicht ab wenn man euch ruft? Macht ihr in St.Gallen etwa um 13 Uhr noch Mittagspause/ Mittagsschläfchen – oder habt ihr Schichtwechsel oder hatte ihr einfach keine Lust abzunehmen???

Mich als Bürger hat es irritiert, dass niemand abgenommen worden ist – nicht mal ein Band mit einer Nachricht à la „Wir können zur Zeit ihr Anruf nicht entgegen nehmen, weil alle Leitungen besetzt sind – bitte bleiben sie dran)“ wurde abgespielt…

Ist das nicht ein wenig doof? Wenn man in einem Notfall anruft und erreicht niemand???

Ich bin jetzt wirklich gespannt ob ich von der Polizei eine Antwort bekomme – es nimmt mich jetzt wirklich wunder, ob das normal ist – oder einfach ein „Unfall“ – sowas kann passieren – sollte aber nicht.(Was für Erfahrungen habt ihr in anderen Städten gemacht??)

Ich bin jetzt auf die Antwort(en) gespannt…

Danke

P.S Aber als die Polizisten da waren haben sie einen sauberen Job gemacht !! Gut gemacht und danke fürs kommen !!!

Update 12:00

Heute Morgen hatte ich noch ein nettes Tel mit der Stadtpolizei – und ja sie haben abgenommen 🙂 Sie gehen der Sache jetzt nach und ich bin wirklich gespannt wie es weiter geht.

Lustig ists – die Geschichte hats noch auf FM1Today geschafft „Keine Antwort auf dem Notruf 117“ und kommt wohl noch im Radio 🙂

St. Galler Tagblatt: Notruf 117 gibt keine Antwort

Update: 20:45

Während ich bei einem Kunde war, (Wo es um Social Media und die Medien ging) hat man mich versucht 2x telefonisch zu erreichen – aber ich habe es natürlich nicht abgenommen. Aber kurz vor 17 Uhr ist hier, unten bei diesem Blogbeitrag, die Antwort von der Kommunikationsabteilung der Stadtpolizei St.Gallen eingetroffen. Ich habe den Kommenar soeben unkommentiert und unzensiert freigeschalten – heute Abend werde ich noch die Ungereimtheiten auflisten und in einem neuen Blogbeitrag verarbeiten.

Update: 23:00

Nachdem ich die Antwort von der Stadtpolizei auf dem Blog freigeschalten habe, habe ich natürlich noch ein paar Worte geschrieben und in einem eigenen Blogbeitrag veröffentlicht. Hier kann man es nachlesen: Danke liebe Stadtpolizei von St.Gallen für die nette und schnelle Antwort





5 thoughts on “Liebe Stadtpolizei von St.Gallen ist das Normal?

  1. Wir klären dies ab und geben baldmöglichst eine Antwort.
    Stadtpolizei St.Gallen, Dionys Widmer

  2. Grüezi Herr Mächler

    Unsere Abklärungen haben Folgendes ergeben:

    Der Vorfall an der Felsenstrasse war uns bereits vor Ihrem Anruf bekannt. Eine andere Person hat um 13:03:31 Uhr den Notruf gewählt, welcher nach 10 Sekunden entgegengenommen wurde. Wir haben darauf eine Patrouille disponiert.

    Um 13:04:32 Uhr haben Sie ein erstes Mal angerufen. Nach 31,7 Sekunden haben Sie aufgelegt. Das zweite Mal haben Sie um 13:05:17 Uhr den Notruf gewählt und nach 25,67 Sekunden wieder aufgelegt. Um 13:08:25 Uhr wurden Sie vom „144“ an uns weiterverbunden, worauf wir Ihnen gesagt haben, dass bereits eine Patrouille auf dem Weg sei.
    Die Patrouille ist rund 13 Minuten nach dem ersten Notrufeingang um 13:03 Uhr vor Ort eingetroffen.

    Notrufe werden bei uns prioritär behandelt, d.h. vor allen anderen eingehenden Anrufen und so schnell wie möglich entgegengenommen. Wenn jedoch mehrere Notrufe zeitgleich eingehen, wie bei diesem Vorfall, dann können unsere 2-3 Mitarbeitenden nur einen Anruf nach dem anderen entgegennehmen und behandeln.

    Was wir immer wieder beobachten können ist, dass Personen auch für allgemeine Auskünfte den Notruf 117 wählen. Dies belastet bzw. verzögert die Annahme von „echten“ Notrufen, da wir natürlich erst nach Entgegennahme des Anrufs erkennen können, was der Hintergrund eines Anrufs ist. Deshalb ist es wichtig, die Nummer 117 nur zu wählen, wenn es sich auch wirklich um einen Notruf handelt. Für allgemeine Fragen ist die Stadtpolizei St.Gallen unter 071 224 60 00 erreichbar.

    Beste Grüsse
    Stadtpolizei St.Gallen, Dionys Widmer

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