In dieser kleinen Spitalserie – habe ich bereits folgendes geschrieben – Ich bin knapp dem Tod entkommen – nun blogge ich live aus dem Kantonsspital St.Gallen, Das Essen im Kantonsspital St.Gallen ist wie?. Heute möchte mal die Ärzte, Krankenschwester und andere Mitarbeiter des Kantonsspital St.Gallen anschauen.

Wenn man das Internet öffnet und nach Patientenberichten sucht, egal in welcher Stadt, dann liest man ziemlich schnell was von „arroganten und überheblichen Ärzte“, „kalte und frustrierte Krankenschwestern“, „extrem unfreundliches Personal“ usw.

Wer wie ich im online arbeitet und gerne die Medien beobachtet, der kennt die hässliche Seite der Menschheit – Hasskommentare, Geschrei, Gefluche, Neid, Missgunst, Hass. Man könnte meinen die Welt sei wirklich nur noch ein Drecksplanet, der in nächster Zeit explodiert und dass die Menschheit es nicht verdient hat zu überleben. Jeder versucht jeden, am liebsten von Hinten, abzustechen um so seinen Vorteil aus einer Situation zu bekommen. Eine sehr sehr kranke Welt.

Nun ich habe aber in dieser Woche genau das Gegenteil erlebt, ich habe eine Welt erlebt mit Mitgefühl, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.

In meiner Station gibts viele verschiedene Krankenschwestern – sind ja auch 3 verschiedene Schichten, dazu kommen noch verschiedenste Ärzte und auch das Putzpersonal oder oder oder. Ich schätze jetzt mal auf dem Stockwerk waren sicher 100 Patienten untergebracht und nochmal 200 Leute die da auch gearbeitet haben. Eines muss ich jetzt ganz klar sagen, ich habe NULL Arroganz, Überheblichkeit oder Unfreundlichkeit erlebten. Jede Krankenschwester hat voll nett und ja zT auch voll gestresst. Ich habe Nie ein böses Wort von denen gehört oder einen Satz mit einem komischen Zwischenton. Gut, manchmal war der Zeitdruck der Krankenschwestern wohl so gross, da hatten sie keine grosse Zeit für Diskussionen sondern drückten ihr Programm durch.

Ich kann wirklich sagen, ich habe mich nie unwohl gefühlt.

Ich denke genau dieses Gefühl ist neben einer tadellosen ärztlichen Betreuung das Wichtigste was einem als Patient gegeben werden kann. Selbst die Ärzte, egal ob Weiblein oder Männlein, sind auf die Wünsche der Patienten eingegangen und haben uns ernst genommen.

Ja ich weiss, ich bin kein einfacher Mensch und darum auch kein einfacher Patient. Meine Ärzte sind alle genial nett und haben sogar an der richtigen Stelle eine gute Portion humor. Und das passt perfekt zu diesen Krankenschwestern die mich betreut haben, die ich x-mal zum Tee holen geschickt habe (Bis ich aufstehen konnte und es mir selbst holen konnte), sie haben mir ohne grosse Diskussionen ein Schmerzmittel gegeben, sobald ich es gebraucht habe.

Fazit

Also den Mitarbeitern des Kantonsspitals St.Gallen kann ich wirklich „es chränzli winde“. Die haben alles getan um meinen Aufenthalt sehr angenehm zu machen. Herzlichen Dank ihr Engel des Kantonsspital St.Gallen.

Ich weiss, viele denken jetzt sicher dass ich einer dieser Fanboys bin wie die Apple-Jünger. Gut möglich – ich bin Fan von den Menschen im Spital. Da wird geholfen und selbst die Patienten helfen sich gegenseitig. Hat einer ein Gestellt dass dauernd Piepst, dann wird die Krankenschwester geholfen. Es wird Essen getauscht und es wird gelacht und gewitzelt. Nun gibts viele Patienten die das wohl komplett anders erleben und mich jetzt dann beschimpfen. Denen gebe ich einen einfachen Tipp – geht mit den Krankenschwestern, Ärzten so um – wie ihr wollt, dass man mit euch umgeht. Was ihr sät dass bekommt ihr nämlich auch zurück. Und dann, wird euer Aufenthalt so angenehm wie möglich.

P.S Das war der letzte Blogbeitrag den ich noch im Spital geschrieben habe, ich habe nämlich das Spital am Tag 4. – am Freitag Morgen – wieder verlassen können.





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